
Bildbearbeitung - Digitales Negativ - Ich habe seit 22 Tagen die Testversion von Lightroom in Verwendung. Seit 2005 beschäftige ich mich intensiv mit D-SLR und einem passenden Workflow für die digitale Dunkelkammer.Für mich steht Lightroom für einen sehr gelungenen Ansatz. Die Bildbearbeitung und das Archivmodul verwende ich nicht. Da gibt es bessere Lösungen.Dass im Format DNG Veränderungen durch die integrierte Bildbearbeitung n i c h t gespeichert werden, finde ich in Ordnung. Das digitale Negativ ist Ausgang der Bearbeitung und damit meiner Meinung nach nicht geeignet, Bearbeitungsschritte zu speichern. Bin ich mir morgen noch sicher, dass der heutige Schritt richtig war?Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, IPTC-Daten mit dem Format RAW zu verbinden und dass diese Daten nach der Konvertierung im Format DNG eingebettet sind und somit jeder vernünftigen Bilddatenbank zur Verfügung stehen.Nach Ablauf der 30 Tage werde ich mir Lightroom kaufen. Schon alleine deshalb, dass ich RAW von verschiedenen Kameraherstellern mit einem Programm verarbeiten kann und keine N Programme installieren muss.4 Sterne nur deshalb, weil nichts in diesem Leben perfekt ist.
Workflow mit Schaumbremse - Lightroom ist ein bißchen was von Allem: Bilddatenbank, Werkzeug zur Nachbearbeitung, zur Präsentation und zur Ausgabe von Bildern. Dabei ist die Arbeitsweise non-destruktiv, d. h. die originalen Bilddaten werden nicht angetastet. Erst mit dem Export der bearbeiteten Bilder werden neue Bilddateien erstellt, auch hier bleiben die Originale selbstverständlich erhalten. Lobend zu erwähnen ist noch die Tatsache, daß Adobe auf eine Aktivierungsprozedur verzichtet hat, ein absolutes KO-Kriterium für mich, was den Kauf anderer aktueller Adobe-Produkte angeht.Intensiver beschäftigt habe ich mich bisher nur mit den Modulen für die Datenbank und die Nachbearbeitung. Für die übrigen Module habe ich bisher keine Verwendung.Das Datenbank-Modul erlaubt den einfachen und schnellen Import ganzer Ordner mit Bilddateien. Dabei können die Bilder gleich komfortabel mit Metadaten versehen werden. Allerdings gibt es einige wesentliche Einschränkungen: Die Datenbanken müssen zwingend auf einem lokalen Laufwerk liegen, bestenfalls die Bilddateien können im Netz liegen. Das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Datenbanken ist nicht möglich, Backup und Wechsel der Datenbanken sind recht hölzern implementiert. Weiterhin war es in den ersten Versionen nicht möglich, einmal angelegte Metadatensatz-Vorlagen nachzubearbeiten oder zu löschen - zumindest hatte ich keine entsprechende Funktion gefunden. Dieses Manko ist mit dem Update 1.3 behoben. Auch die Struktur scheint durch die Hierarchie der Bilddateien im Dateisystem fest vorgegeben zu sein.Im Nachbearbeitungs-Modul stehen einige grundlegende Funktionen zur Nachbearbeitung bereit. So können mit wenigen Handgriffen Belichtung, Farbtemperatur, Gamma-Kurve, Bildrauschen, chromatische Aberration und vieles mehr verändert werden. Weiterhin werden einige Grundfunktionen zur lokalen Korrektur angeboten, z. B. Freistellen und Ausrichten des Bildes, Rote-Augen-Korrektur, Staub-Entfernung. Wie schon angesprochen arbeiten alle diese Funktionen non-destruktiv. Während man mit den globalen Funktionen schon recht weit kommt, decken die lokalen Nachbearbeitungsfunktionen bestenfalls die Grundbedürfnisse ab. Der Anwender benötigt also recht schnell noch eine weitere Bildbearbeitungssoftware, zumal die bereitgestellten Funktionen nicht immer fehlerfrei arbeiten oder umständlich zu handhaben sind. Die Rote-Augen-Korrektur greift schon mal gründlich daneben und bietet dann auch praktisch keine Möglichkeiten, manuell nachzubessern, die Staubentfernung ist ebenfalls eine rein manuelle Funktion.Am schwersten wiegen für mich jedoch die Einschränkungen beim Export: Lightroom bietet als eines der wenigen mir bekannten Tools auch die Möglichkeit der RAW-Ausgabe (DNG-Format). Allerdings ist diese selbst in der aktuellen Version schlicht unbrauchbar. Die getätigten Beabriteungsschritte fehlen in den ausgegebenen Dateien schlicht und einfach, d. h. Rote-Augen-Korrektur, teilweise die Belichtungskorrekturen und die Freistellung gehen beim Öffnen mittels Photoshop schlicht verloren. Lightroom selbst kann die erzeugten Dateien zwar wieder öffnen, nur nutzt das nichts, wenn die Bilder mit anderen Tools weiterbearbeitet werden sollen. Hier drängt sich der Verdacht auf, daß Lightroom entgegen der beim Export getätigten Voreinstellungen einfach immer die Originaldatei speichert und mit einigen Metadaten bzgl. der Bearbeitungsschritte versieht, die natürlich kein anderes Programm mehr lesen kann, da sie außerhalb des DNG-Standards stehen.Insofern kann ich Lightroom bisher noch keine Kaufempfehlung aussprechen. Dies mag sich ändern, wenn Adobe hier kräftig nachbessert. Einiges wurde mit den bisherigen Updates ja schon verbessert, aber es bleibt doch noch ein weiter Weg...
Warum nicht gleich CS3? - Ich nutze das Programm schon etwas länger und bin so garnicht mit den Bilddbearbeitungsfunktionen zufrieden, weshalb ich zu Adobe Photoshop CS3 gewechselt bin. Das würde ich auch jedem anderen empfehlen, auch wenn der große Preis davon abschreckt.Fazit:Das ist ein Programm, welches nur wenig besser ist als Windows Paint!
effizienter Workflow möglich - Nach langer Betatest-Phase hat sich die Software doch ganz gut entwickelt.Wer viele Bilddaten effizient verarbeiten will ist mit dem Programm gut bedient.Ich verwalte über 20.000 Bilder und habe durch eine sinnvolle Keyword-und Folder-Struktur keine Probleme beim schnellen Auffinden von Bildern.Wer oft gleichartige Arbeitsabläufe für viele Bilder durchführen muss, wird die Synchronisierung zu schätzen wissen.Einfach sind auch die Bearbeitungsmöglichkeiten - doch Vorsicht - einige Dinge regelt man besser direkt in Photoshop um Verluste zu vermeiden.Natürlich reichen für die meisten Anwendungsbereiche die internen Funktionen.Positiv hervorzuheben sind auch die schnellen Diashow- und Printoptionen.Vorteilhaft außerdem die vielen speicherbaren Einstellungen.Habe mich nach Test verschiedener Programme (u.a. auch Aperture) für Lightroom entschieden.Nachteile sind die relativ langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit (trotz HighEnd-MacBookPro). Die Anforderungen sind also hoch!FaziT: sehr zu empfehlen - Anforderungen an die Hardware sind aber hoch
Klasse ! - Habe schon viele verschiedene Programme ausprobiert, dieser RAW Converter mit der integrierten Bilderverwaltung ist einsame Spitze. Auf jeden Fall zu empfehlen, wenn der Computer gut ausgestattet ist.